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Auszug aus meiner Abschlussarbeit "Die Dargebotene Pfote", Februar 2004



Zusammenfassung

Im Verlaufe meiner Abschlussarbeit habe ich meinen Weg während einer Weiterbildung in tiergestützter Förderung und Entwicklung mit Sozialbegleithund nachgezeichnet. Diese Weiterbildung dauerte insgesamt 14 Monate, fand an drei Praktikumsorten statt und wurde durch eine Supervisorin, eine Hundetrainerin sowie einen Hundepsychologen fachlich begleitet. Einsatzorte waren ein Heim mit mehrfach körperlich und geistig Behinderten Bewohnerinnen und Bewohnern sowie ein Kinderhort mit normal begabten Kindern und eine Familie mit einem cerebral geschädigten Knaben.

Eine grundsätzliche Neuorientierung für meinen weiteren Lebensweg war der Auslöser für mein Anliegen, mich gemeinsam mit meiner Hündin Amelia weiterzubilden, mich Herausforderungen und Aufgaben im tiergestützten Fachbereich zu widmen. Diese Therapieform ist zwar seit langer Zeit bekannt, jedoch kaum erforscht und noch weniger (besonders in Europa) praktisch umgesetzt. Da kein entsprechendes Kursangebot vorhanden war bzw. unter vielerlei ähnlichen Bezeichnungen nur wenig professionelle Ausbildungen angeboten werden, entwickelte ich ein neuartiges, individuelles und praxisorientiertes Weiterbildungs-Konzept. Es basierte unter anderem auf dem Fach- bzw. Erfahrungswissen aus meinen Erstberufen, auf dem Auswerten von Fachliteratur sowie auf dem Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten.

Leitgedanke war bei allen darauffolgenden Einsätzen, dass ich mit meinem Hund ein Beziehungsangebot biete, das Menschen mit unterschiedlichen Stärken oder auch Schwächen freiwillig annehmen dürfen. Der Einsatz erfolgte unter der Prämisse, dass durch die besonderen Fähigkeiten des Hundes, der feinen Interaktion zwischen Mensch und Hund, verschüttete Fähigkeiten wieder hervorgeholt und gefördert werden können.

Desweiteren war ein Grundpfeiler der Weiterbildung, dass die Einsätze durchgehend reflektiert und analysiert werden sollten, um das Erfahrungswissen dokumentieren, und die Zielsetzungen überprüfen zu können. Es geht aber zugleich nicht darum, Effekte und therapeutische Erfolge permanent messen zu wollen. Dies ist kaum möglich; dennoch sind an allen Praktikumsorten erfreuliche Veränderungen und positive Effekte feststellbar geworden, die die positive Wirkung des Sozialbegleithunde-Teams definitiv belegen.

Die jeweilige Fördersituation muss weiter durch das Sozialbegleithunde-Team professionell ausgefüllt und gelenkt werden. Dies setzt die Wertschätzung der Klientinnen und Klienten sowie des betreuenden Fachpersonals voraus, denn nur so können vertrauensvolle Beziehungen aufgebaut, weitergeführt oder abgelöst werden.

Der Ausblick auf die Zukunft sieht so aus, dass nach Beendigung der Weiterbildung weitere, ausgedehntere Einsätze auf professioneller Ebene geplant sind.

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